In Between, von einem zum anderen, in beiderlei Hinsicht, hin und zurück, aber auch zwischen dem einen und dem anderen : so habe ich mein Album betitelt.
Ein expliziter Hinweis, um die Aufmerksamkeit auf die gemeinsamen und reziproken Beziehungen zu lenken, ob nun sichtbar feststehend oder heimlich unsichtbar, auf den Notentext und die dahinter stehende Geisteslinien von Robert und Clara, von Felix und Fanny, von Robert zu Fanny, von Clara zu Felix und letztlich von Robert zu Felix und Clara zu Fanny, die sich untereinander verknüpfen und dann oft interagieren.

Ein Titel also, der unter den genannten Verwandtschaften die intertextuellen Wahlverwandschaften herausstellen soll.
In Between, als eine Begegnungsstätte, wo die Schumanns und die Mendelssohns sich Finden, Erkennen und das Wiederfinden zelebrieren.

„In Between“ als Themenüberbegriff von Verwandtschaft, Wahlverwandschaft und Seelenverwandtschaft, dem literarischen Begriff „Wahlverwandtschaft“ von J.W.v.Goethe nachempfunden.
In Between dem Ehepaar Schumann, in Between dem Geschwisterpaar Mendelssohn, in Between männlicher und weiblicher musikalischer Unabhängigkeit. Vor allem das Herausstellen der beiden eigenständigen, hochmodernen und tief musikalisch wertvollen, genialen weiblichen Künstlerpersönlichkeiten. Kein Anhängsel der Männer, nicht nur die Muse für die Kreativität des Mannes, sondern die Belebung und Aufwertung der Kunst dieser beiden vollkommenen Musikerinnen.